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Haruki Murakami "Die Ermordung des Commendatore / Eine Metapher wandelt sich" 4/5

 

Dumont Verlag / 1. Auflage Mai 2018

 

496 Seiten

 

Die Geschichte um den namenlosen Künstler wird fortgesetzt. Dieser portraitiert die junge Marie Akikawa. Ihre Tante fährt sie jeden Sonntag zu ihm, da ihre Mutter vor vielen Jahren verstorben ist und der Vater meist aus dem Haus, kümmert sich Shoko Akikawa um die junge Dame. 

Menshiki, ein Nachbar von unserem Künstler, kommt an einem Sonntag unerwartet zu Besuch. Er vermutet das Marie seine Tochter ist, da er eine Liaison mit ihrer Mutter hatte. Beweise hat er keine, diese sind ihm auch völlig egal. Er genießt die Gegenwart des Mädchens sehr. Er fühlt sich dadurch lebendiger.  Es findet somit das erste Aufeinandertreffen der beiden statt. Menshiki hat unseren Künstler darum gebeten Marie zu malen. Dieser willigt ein und vermutet das Menshiki seine eigenen Ziele verfolgt, diese aber noch nicht erkennen kann. 

 

Marie traut Menshiki nicht und vergleicht ihn mit einem Wolf der sich immer eine Absicht mit seinen Handlungen verspricht. Warum interessierte er sich so sehr für ihre Tante? Welche Pläne verfolgt er?

 

Der Protagonist lässt durch Menshiki weiterhin die Lebensumstände des Vorbesitzers, Tomohiko Amada, des Hauses überprüfen. Warum malte er das Gemälde " Die Ermordung des Commendatore" und was bedeutete es für ihn? Welche versteckte Botschaft ist darin verborgen?

 

Nach längerer Zeit erscheint dem Künstler der Commendatore erneut. 60 cm groß, eine eigenartige Weise zu sprechen und entstanden durch eine Idee des Künstlers, so sagt dieser. Unser Protagonist versteht nicht, warum ihm gerade der kleine Mann begegnet. Wurde er auserwählt?  Und stimmt es das eine Idee ohne Anerkennung des Denkens nicht existieren kann? Denn trotz großen Bemühens, wird er den Commendatore nicht los. So lange man das Interesse an dem Gedanken nicht verliert, wird er bleiben. 

 

Der Künstler arbeitet seit er in dem Haus wohnt an 4 verschiedenen Bildern. Er ist sich sicher das diese in einer Art Verbindung miteinander stehen. Wie ein Puzzle das gelöst werden will. Aber wer leitet den Künstler und was sagen sie ihm?

 

Marie verschwindet. Unser Künstler ist sich sicher das sie in Gefahr ist. Er spürt es. Er braucht Antworten vom Maler des Gemäldes. Tomohiko ist in einem Seniorenheim. Der Künstler besucht ihn dort und erhofft sich Antworten auf seine vielen Fragen. Doch als plötzlich eine Luke in dem Krankenzimmer geöffnet wird, weiß der Künstler er muss dem "Langgesicht" aus dem Gemälde folgen um Marie wieder zu finden. Eine gefährliche und unglaubliche Reise in die Unterwelt beginnt.

 

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Murakami hat wieder einen fantastischen Roman an den Leser gebracht. Dieser Schreibstil ist einfach himmlisch und nicht von dieser Welt. Dennoch werden viele Fragen im zweiten Teil offen gelassen. Man weiß das der namenlose Künstler auf dieser Reise nur bestehen kann wenn er sich und seine Emotionen im Griff behält. Er muss sein Ziel genau fokussieren und sich nicht beirren lassen. Sein Selbstvertrauen stärken. 

Dennoch wartet der Leser jede Seite auf Antworten. Diese werden leider zu keiner Zeit aufgeklärt was ziemlich schade und frustrierend ist. Für meinen Geschmack wurde zu viel versäumt von dem Autor. Eine spannende Geschichte die im Nirgendwo endet. Man könnte meinen, es gäbe einen dritten Teil...Was aber leider nicht der Fall ist. 

 

Eine Kaufempfehlung? Schwierig. Ich kenne keinen besseren Stil wie Murakami. Dennoch denke ich das man mit einem anderen Roman besser bedient wäre :)

 

Danke für das Lesen meiner Empfehlung.

 

Eure Verena

 

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